Erfolgreiche Teilnahme von Franz Schubert beim zweitägigen Wettkampf über 70km und 3000HM beim 22. Ötscher Ultramarathon 2018!

 

 

Sommerliche Temperaturen machten es für die Athleten im heurigen Jahr besonders schwierig, die anspruchsvolle Strecke zu bewältigen.

 

 

Am Tag 1 setzte sich das Starterfeld von knapp über 100 Einzelläufern und einigen Staffelläufern pünktlich um 09:00 Uhr in Bewegung. Einige davon wollten nach den ersten 50km und 1850HM auch am Tag darauf in der zweiten Etappe über den Rauen Kamm zum Ötschergipfel laufen.

 

 

Auch Franz Schubert startete für die Sportunion Waidhofen/Ybbs bei diesem zweitägigen Bewerb. Die Vorbereitung lief zuletzt nicht nach Plan, allerdings sah Franz die Chance, dadurch ausgeruhter an den Start zu gehen und seine geplante Zeit von etwa 5:30 Std zu erreichen.

 

So hieß es, moderat weglaufen, auf den Körper hören und Energiereserven für das zweite Teilstück nach der Staffelübergabe aufzusparen.

 

Nach den ersten leicht steigenden Kilometern ging es zunächst ein längeres Stück wieder bergab, bevor man die Vorderen Tormäuer erreichte und es dann schon mal steil bergauf zum Trefflingfall ging.

 

Bis weiter nach Puchenstuben lief es für Franz recht gut, er konnte alle Bergaufpassagen laufend zurücklegen. Auch die Bergabstrecke bei Gösing, auf der er sich schon einmal verletzt hatte und aufgeben musste, brachte er diesmal gut hinter sich.

 

 

Kurz vor der Wechselzone Erlaufboden, etwa bei km30, spürte er zum ersten Mal einen leichten Krampf. Die Frage war nun, ob es sich lohnte, in die Ötschergräben zu starten, wo man nach einer Aufgabe nur schwer abzuholen ist.

 

 

Die Zeit war nicht schlecht, es waren noch keine 3 Stunden vorbei und so entschied sich Franz, es zu riskieren. Leider sollten von diesem Zeitpunkt an die nächsten 20km nicht nur die Staffelläufer, sondern auch Krämpfe seine ständigen Begleiter sein.

 

 

Salztabletten, ausreichendes Trinken, Steh- und Gehpausen… alle Versuche brachten nur kurzfristig Erleichterung und so wurden die letzten 20km mit etlichen Höhenmetern für Franz leider mehr zu einem Wandertag als zu einem Lauf.

 

 

Immerhin kämpfte er sich tapfer zwischen den vielen Wanderern durch die Ötschergräben und die Hinteren Tormäuer, bis es nach einigen weiteren Kilometern hinauf zum Riffelsattel ging. Bei dem langen und sehr steilen Anstieg hatte Franz schon Mühe gehend hinauf zu kommen, weil immer wieder die Krämpfe auch beim Gehen auftraten.

 

 

Letztlich hatte der Kopf über den Körper gesiegt und so kam Franz sogar noch im vorsichtigen Laufschritt nach etwa 6:35 Stunden über die Schipiste ins Ziel nach Lackenhof zurück.

 

 

Resumée Tag 1: „Das Fleisch war schwach, aber zumindest der Geist war willig.“

 

 

 

Wenig überraschend war am Tag 2 das Fleisch nicht gerade stärker, als Franz erwachte. Immerhin waren die Krämpfe dank der Massage von seiner lieben Ursula nicht mehr da und der Geist erinnerte Franz an den Spruch „Quäle deinen Körper, sonst quält er dich“. So stand er wieder am Start, als bei strahlendem Sonnenschein 185 Läuferinnen und Läufer den Weg zum Ötschergipfel antraten.

 

 

Völlig unerwartet war der starke Muskelkater rasch verschwunden und es lief wirklich gut. Nach km6 und der ersten Labestelle ging es auf zum Gipfelsturm. Nach langen steilen Anstiegen durch Wald und Fels erreichte Franz zufrieden den Grat, wo es dann über den Rauen Kamm und einigen Kletterpassagen weiterging. Kurz vorm Gipfel erinnerten die Muskeln sich selbst und Franz an die Strapazen vom Vortag und wurden schwer. Oben angekommen blieben noch etwa 10 unerfreuliche km zu laufen übrig. Downhill war noch nie die große Liebe von Franz und nach diesem Rennen wird es wohl nicht einmal mehr eine Freundschaft werden. Langsam und mit wackeligen Beinen gelang ihm aber der Abstieg zum Schutzhaus. Von dort aus waren noch einige Kilometer über Wiese und kleine Wegerl, über die vom Vortag bekannte Forststraße und zuletzt noch über die Schipiste ins Ziel zurückzulegen.

 

 

Nach  ca. 2:53 Stunden und einer Gesamtzeit von 9:28 Stunden war das Abenteuer Ötscher-Ultra-Marathon geschafft! Und Franz auch :-)!

 

 

Mit Platz 26 von 49 Startern gesamt ist diese Leistung ein Top-Ergebnis!

 

 

 

Ergebnisse siehe unter www.oetschermarathon.at